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Musik und Folklore

Alte Bräuche, Lieder, Tänze, Handwerk und Kultur der Nordkaschubei werden von zahlreichen Volkskünstlern, Gesangs- und Tanzensembles sowie Kabaretts in den Gemeinden der Norda liebevoll gepflegt. Unter Pflicht-Mitbringseln aus der Region sollten Erzeugnisse bodenständiger Stickerinnen, Bildhauer, Maler und Bernsteinkünstler nicht fehlen. Die kaschubische Sprache und Witze können wir bei zahlreichen Events und Volksfesten hören, wo Gruppen wie das Kaschubische Kabarett FiF und die Kapellen KLEKA, Czarne Kapelusze oder Manijoce auftreten. Erwähnenswert sind auch das beim Kultur- Sport- und Tourismuszentrum in der Gemeinde Puck bestehende Folkloreensemble Bursztynki, dessen Mitglieder vor allem aus Mieroszyno kommen und die kaschubische Volkskultur pflegen, sowie das Kindergesangs- und tanzensemble Strądowi Oste aus Żelistrzewo und die Jugendgruppe Muszelki aus Swarzewo.

 

Tabakschnupfen

Das Schnupfen von Tabak hat in der Kaschubei eine lange Tradition. Einst war dieser Brauch bei kaschubischen Bauern und Fischern weit verbreitet. Hier galten bestimmte Regeln: Tabak wurde z.B. vor jedem Hendelsgeschäft und in der Kirche geschnupft, Schnupftabak wurde sogar Kranken verabreicht, weil er als Medikament gegen Schnupfen und Erkältung galt. Mit diesem Ritual des Tabakkonsums ist auch die Kunst der Zubereitung und Aufbewahrung von Schnupftabak verbunden. Er wurde in Tabakdosen aus diversem Material und von unterschiedlicher Form (am häufigsten hörnchenförmig, die oft reich verziert waren, aufbewahrt.

Der rauchbare Tabak, d.h. aus Tabakblättern fein gemahlenes Tabakpulver wurde in verschiedenen Gattungen: vom milden gelben bis zum schärfsten schwarzen Tabak angeboten. Die Legende besagt, dass die Tabakpflanze in der Kaschubei vom Teufel selbst angebaut wurde, deshalb wurde sie auch Teufelskraut genannt. Heute können Vorführungen von Tabakschnupfen und Tabaksammlungen etwa beim Kaschubischen Schmaus in Kuźnica bewundert werden, wo auch mit dem Tabak verbundene Geschichten und Anekdoten erzählt werden. 

 

Kaschubische Noten

Ein weiteres Element der kaschubischen Folklore sind die sog. "Hieroglyphe", d.h. kaschubische Bildnoten, die oft vn regionalen Folkloregruppen bei verschiedenen Events und Volksfesten gesungen werden (einst wurden sie bei Familienfesten gesungen). Auf der Bühne werden große Tafeln mit gemalten Noten aufgestellt, der Chorleiter zeigt mit seinem Stift die einzelnen Bilder auf den fünf Notenlinien ausgetauscht werden.

 

Kaschubische Stickerei

Die Stickerei wurde im Kaschubischen Küstengebiet von Zisterziensernonnen aus Żarnowiec eingeführt, die bei ihrem Kloster eine Schule für Mädchen aus wohlhabenden Familien führten und ihnen unter anderem das Sticken beibrachten. Mit der Zeit war die Stickerkunst weit verbreitet und wurde zu einem der Hauptbereiche der Volkskunst. Mit Stickerei wurden die Tages-und Festkleidung, Tischdecken, Hausaltäre und -kapellen verziert. In der Norda sind zwei Schulen für kaschubische Stickerei entstanden:  die Wejherowo-Schule (hier überwiegen die Farben zitronengelb und rot) wurde 1882 von Franciszka Majkowska gegründet, die Puck-Schule mit den überwiegenden Farben dunkelblau, dunkelgrün und schwarz stammt aus der Zwischenkriegszeit. Die kaschubische Stickerei zeichnet sich auch durch nur hier verwendete Pflanzenmotive wie z.B. das Stranddistelmotiv sowie Elemente wie Meereswellen und Fischernetze aus.